Für’s Söhnchen: Karottenbrei

In unserem Haushalt gilt es nicht nur meinen Mann und mich zu versorgen. Nein, seit Anfang August sind wir zu dritt. Und da unser Söhnchen nun auch so langsam immer gespannter dabei zusieht, was sich denn die Großen da so in den Mund schieben, wird es wohl Zeit mit der B(r)eikost anzufangen. Bisher wurde er voll gestillt.
Das mit der Beikost ist ein komplexes Thema. Irgendwie habe ich mir in den Kopf gesetzt auf die Gläschen zu verzichten. Die sind sowieso nicht gerade billig. Und die ewigen Überlegungen über die Inhaltsstoffe kann ich mit Selbstgekochten dann umgehen. Denn da weiß ich dann, was drin ist! Und im Grunde ist es kinderleicht! Man muß ja nicht mal würzen … man DARF das ja gar nicht. Wegen der Geschmacksnerven der Kleinen. Wichtig außerdem: BIO! Wer mich kennt, wird sich ein Lachen verkneifen. Ich bin nicht gerade als Verfechterin der BIO-Nahrungsmittel bekannt. Ich bezeichnete BIO ganz gerne mal als “Möglichkeit, auch greislige Äpfel für noch mehr Geld an den Mann zu bringen”.
Nun gut, mit Kind denkt man um. Will man sein Kind vor Schadstoffen schützen, so kommt man an BIO halt nicht vorbei.
Wichtig: Das verwendete Öl soll nicht kaltgepresst sein. Ebenfalls wegen der Pestizide, mit denen Oliven etc. gespritzt werden. Raffiniertes Rapsöl wird häufig empfohlen.
Meine Küche mußte ich außerdem um ein paar Gerätschaften ergänzen. Zum einen bereichert nun ein vernünftiger Zauberstab mein Sortiment. (Bisher kam ich mit meinem Handrührgerät zurecht.) Und ich muß gestehen, daß ich bisher auch noch kein Haarsieb hatte. Einen Eiswürfelbereiter mit Deckel und mehrere kleine Behälter (150-250 ml), die zum Einfrieren geeignet sind, habe ich mir ebenfalls zugelegt.
Anfangs hat man die Wahl zwischen Pastinaken und Karotten. Ich habe mich für die Karrotten entschieden, weil er da eh schon ganz gerne mal drauf herumkaut. Das ist übrigens besser als jeder Beissring!
Für einen kleinen Vorrat benötigt man:
500 g Karotten
200 ml Wasser und
40 ml Öl
Die Karotten werden mit dem Sparschäler geschält, gewaschen und in kleine Stückchen geschnitten in einen Topf gegeben. Wasser dazu und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten köcheln lassen.
Dann von der Kochstelle nehmen und das Öl dazugeben. Mit dem Zauberstab fein pürieren.
Und fertig ist er erste Brei eigentlich auch schon!
Man sollte ihn dann aber noch durch ein Haarsieb streichen, damit auch wirklich alle kleinen Stückchen raus sind.
Ich habe nun die erste Ladung in den Eiswürfelbereiter gegeben und den Rest in zwei kleine Aufbewahrungsbehälter. Zu Beginn soll man ja nur löffelweise Brei zugeben und dann stillen/das Fläschchen geben, bis sie satt sind. Und da sind die kleinen Mengen in Eiswürfelgröße perfekt.
Fertig gekocht ist das Ganze. Nun muß es dem kleinen Mann nur noch schmecken. Ich werde berichten …
Toll, dass du das hier so detailliert schreibst. Brauch ich mir dann nicht so viele gedanken machen
Willst du auch selbst kochen? Mich schauen einige Leute ganz schief an, wenn ich das erzähle. Meine Mam eingeschlossen. Dabei ist das so gut wie kein Aufwand.
…ich finde es gut, dass der Trend wieder zum Selber-Kochen statt Gläschen geht!
In meinem Freundeskreis kochen auch alle selber.
Und in ein paar Jahren wird man schief angeschaut, wenn man Gläschen kauft…
Ich find’s toll, dass du auch selber kochst!
Meine Kinder essen mittlerweile ja am Tisch mit
, aber ich habe auch selbst gekocht. Ich habe immer eine Sorte Gemüse oder Kartoffeln im Dampfkochtopf zubereitet, püriert und eingefroren. Entweder 60gweise in kleine TK-Behälter oder in Eiswürfel. Wenn meine Kinder dann mal mehr als einen Eiswürfel gegessen haben, dann kann man das gut kombinieren. Pastinake ist auch gut, es gehen aber auch Fenchel, Kohlrabi, Kürbis. Als dann das zweite Kind soweit war, da habe ich dann oft für mich und meinen Sohn gekocht und für meine Tochter nur etwas dazugemacht. Denn Reis, Bulgur, Couscou u.ä. können die Kleinen auch schon gut mitessen.
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